Die Räume sind für die Selbstbidlungsprozesse gestaltet. Der Kindergarten Kampen und das Team von „Schilling Raum Konzepte“ wollen ein umfassendes Bildungskonzept für die frühe Kindheit unterstützen.
Das Raumkonzept hat die Aufgabe, den Kindern Betätigungsmöglichkeiten bereit zu stellen, die sie für ihre Selbstbildungsprozesse brauchen. Die Räume und Ihre Ausstattungen müssen es den Kindern erlauben, Orte, Zeitdauer, Materialien und Spielpartner frei zu wählen.
Der Umbau wurde 2005/2006 einerseits nötig und andererseits durch Spenden und eingeworbenes Geld sowie die Unterstützung der Gemeinde möglich.
Herr Gottfried Schilling von Schilling Raum Konzepte hat den Ausbau entworfen
Diese Tischlerei hat den Innenausbau mit den Möbel geschreinert
Lernwerkstätten
Für die Raumgestaltung haben „Schilling Raum-Konzepte“ Anregungen aus der offenen Arbeit, der Reggiopädagogik, dem Situationsansatz und aus der integrativen Arbeit aufgenommen und weiterentwickelt. Ziel ist es, Innen- und Außenräume in Lernwerkstätten zu verwandeln – in Bewegungsräume und Ruheinseln, in Gelegenheiten zum Experimentieren, Bauen und Rollenspielen, in Ateliers und Werkstätten, in Kinderrestaurants und andere Orte für Begegnungen.
Der Sinn einer ästhetischen Gestaltung von Räumen
Akustische Maßnahmen, Licht und Farben sind wesentliche Qualitätsmerkmale bei der Gestaltung von Räumen für Kinder. Diese Raumgestaltungsmittel unterliegen keinem Selbstzweck, sondern beziehen sich auf das Kind als körperliches, sinnliches Wesen. Wenn wir der körperlichen Basis allen Kindlichen Lernens Rechnung tragen wollen, müssen wir uns über eine Gestaltung der Umgebung Gedanken machen, die harmonisch in dem Sinne ist, dass sie kindliche Maßstäbe berücksichtigt und eine sinnlich - ästhetische Ordnung hat. Das Kind kann seine Wirklichkeit als komplex, seine Umgebung als reich und vielfältig wahrnehmen, wenn es in ihr Maß, Ordnung und Harmonie gibt. Das bezieht sich ebenso auf die Maßstäblichkeit der Architektur und Innenraumgestaltung wie auf gemäßigten Schall, auf die angemessenen Beleuchtung und auf die harmonischen Farben.
Erlebniswelten für Körper, Geist und Seele
In den Raumkonzepten spielen Einbauten aus Holz, die den Kindern zusätzliche Spielflächen bieten, eine wichtige Rolle. Wir bezeichnen sie als Spielpodestlandschaften, weil sie es den Kindern ermöglichen wie in einer natürlichen Landschaft Standorte und Perspektiven zu wechseln, sich mit andern zu treffen und sich zurückzuziehen, wie man es in der Natur kann. Der Einsatz vielfältiger Materialien mit unterschiedlichsten Oberflächen und Strukturen bietet haptische Reize und unterstützt das Kind in dem Prozeß, sich wahrnehmend auf unbekannte Dinge einzulassen.
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Einzelne Formen werden im Wechsel von Ausschnitt und Fläche so gearbeitet, dass das Auge sie zu größerer Einheit zusammenfügen kann. Die Kinder können nach und nach immer mehr darin entdecken und Bedeutungen erfinden.
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